Schwingung

Wir sind von ihr umgeben, wir resonieren und schwingen mit, ein Mangel an Schwingung in uns kann zum Tod führen…

Einige Schwingungen können wir hören, solche, die innerhalb unserer Hörgrenzen liegen von ca. 16Hz bis (u.a. altersabhängig) ca. 16.000Hz. Andere Schwingung ist als Farbe sichtbar; von ca. 400THz (aus dem Infrarot kommend) bis hin zu ca. 790THz (ins Ultraviolett verschwindend), allerdings werden diese Schwingungen auch gerne in Wellenlängen (in Nanometer) angegeben.

All diese Schwingungen haben einen mehr oder weniger unmittelbar spürbaren Einfluss auf unser Befinden oder unsere Stimmung – bis hin zu therapeutischen Anwendungen in Musiktherapie und Phonophorese. Was ist aber mit Schwingungen, die wir nicht unmittelbar wahrnehmen? Dazu gehören auch Röntgen- und Gammastrahlung, die beide einen direkten Einfluss auf unsere Gesundheit ausüben können, wenn wir zu viel davon abbekommen!

Wenn also nicht sinnlich wahrnehmbare schnelle Schwingungen Einfluss auf uns haben, warum dann nicht auch an Frequenzen denken, die besonders langsam sind? Drei Beispiele aus unser aller Alltag seien hier genannt:

  • Der Tag – Der Rhythmus von Schlafen und Wachen ist mitbestimmt vom Auf- und Untergang der Sonne. Dieser tägliche Rhythmus ist in der urban modern-beleuchteten Welt schon kaum mehr wahrzunehmen, aber immer noch von immenser Bedeutung. (Mittlerer Sonnentag: 194,71 Hz)
  • Das Jahr – unser Sonnentag schwankt in seiner Dauer von ca. 8 Stunden im Winter bis ca. 16 Stunden im Hochsommer. Was dies auf unseren Energiehaushalt für eine Auswirkung hat, ist nicht nur jedem Menschen mit Winterdepression bewusst. (Jahreston: 136,10 Hz)
  • Der Mond – er besitzt eine wunderbare Fülle an Rhythmen, von der Zeit, die vergeht bis er wieder an der gleichen Stelle am Himmel steht (etwas länger als 24:50 Stunden) bis hin zum Mondknotenumlauf von ca. 18 ¾ Jahren (234,16 Hz). Und dass er einen Einfluss hat sehen wir nicht nur in den Gezeiten des Meers, sondern auch im Zyklus der Frau.

All diese Rhythmen sind nicht zu hören oder zu sehen, was auch für weitaus längere Zyklen wie die Umlaufbahnen der äußeren Planeten oder das platonische Jahr von ca. 25.800 Jahren gilt. Doch möglicherweise haben auch diese langen Perioden einen Einfluss auf das Leben auf der Erde.

Um diese Schwingungen aber anwendbar zu machen (z.B. in Klangschalen oder Stimmgabeln), muss oktaviert werden. Um das Gesetz der Oktave, das alle Kulturen auf der Welt kennen, zu erklären, folgt ein kleiner Ausflug in die Musiktheorie: Im westlichen Tonsystem folgt von einem Ton ausgehend nach zwölf Halbtonschritten der gleiche Ton, allerdings mit doppelter Frequenz, eine Oktave höher. Der Name Oktave leitet sich von den gängigen Tonleitern ab, bei denen es der jeweils achte Ton den gleichen Namen trägt. Man kann aber nicht nur hörbare Töne oktavieren, man kann so auch mit anderen Frequenzen verfahren, wie mit den Umlaufzeiten von Planeten. Die Schwingung, die die Erde um die Sonne vollzieht (also 365,25 Tage), muss man 32 mal nach oben oktavieren, damit ein Ton mit 136,10 Hz auf eine Stimmgabel geprägt werden kann.

So kommen die Stimmgabeln zu ihren Frequenzen und – weiter oktaviert – der Tuner zu seinen Farben. Und weshalb haben diese besonderen Frequenzen genau diese Wirkung auf uns?

Um nicht zu weit auszuholen sollen hier nur drei der Archetypen als Beispiel dienen: Merkur, Mars und Saturn.

Quelle: Pixabay

Es ist schwierig, den schnellsten Planeten unseres System (ein „Jahr“ dauert hier nur 88 Erdentage! – daher die geflügelten Schuhe) zu beobachten, da er sich sehr dicht am Tagesgestirn der Sonne hält. Die Sonne wird – das ist naheliegend – im polytheistischen Pantheon dem Hauptgott zugesprochen und derjenige, der sich in seiner Nähe hält wird dadurch der Götterbote. Damit ist seine List und Kommunikationsfreudigkeit definiert, die ja seine Botenaufgabe ist. Der Mensch kommuniziert organisch/physiologisch hauptsächlich mit zwei Organen mit der Umwelt: Mit den Lungen (Gasaustausch), dem Dünndarm (intelligente Aufnahme von Nährstoffen). Die Bronchien werden dem Tierkreiszeichen Zwillinge zugeordnet, der Dünndarm der Jungfrau – beide werden von Merkur beherrscht, das passt also.

Kraftvoll zieht der Mars seine Bahn, er ist der äußere Nachbar der Erde. Besonders macht ihn seine leuchtend rote Farbe und seine Geschwindigkeit im Vergleich zu den anderen äußeren Planeten. Dies und die Zuordnung zum Frühlingszeichen Widder zeigt seine Kraft, an Dinge (lat. aggredi=) heranzugehen. In der chinesischen und alten europäischen Medizin gilt die Galle als zur Ausführung von Plänen und Taten bedeutendes Element im Organkonzert, weshalb sie dem Mars zuzuordnen ist. Es gibt im Deutschen die Redewendung, dass jemandem die Galle überläuft, wenn er wütend ist.

Im Gegensatz zu den beiden vorgenannten Planeten ist das kalte Schimmern des Saturn sehr beständig, da er der langsamste der mit bloßem Auge sichtbaren Planeten ist. Daher auch seine Zuordnung zu Sklerosen und sonstigen Verhärtungen. Auch die chronischen Krankheiten gehören hierher, da Saturn bei den Griechen Chronos hieß und auch Herrscher der Zeit war.

Noch ein Detail zum Thema „Schwingung“: je tiefer die Schwingung, desto mehr Energie muss in ihr stecken um wahrnehmbar zu bleiben. Das (infra-)rote Licht wird als Wärme empfunden, die blaue Farbe als kalt beschrieben. Wenn ein Auto mit großer Musikanlage an uns vorbeifährt, hören wir fast ausschließlich die Bässe, die übrigens auch bei Partymusik im Freien übrig bleiben, wenn man auch Kilometer weit entfernt ist.

Quelle: Pixabay

Neptun und Pluto wurden entdeckt, da ihre Nachbarplaneten Unregelmäßigkeiten in ihren Bahnen zeigten. Daraufhin berechnete man die Position von gravitatorischen „Störenfrieden“ und wurde fündig. Der Zwergplanet Pluto wird u.a. vom Mond Charon umkreist, der so groß ist, dass Hauptplanet und Mond um einen Punkt kreisen, der außerhalb des Pluto liegt. Es wird also deutlich, dass die Schwingungen der Planeten und Monde in unserem System alle miteinander zusammen hängen, sich beeinflussen. Warum sollte der Mensch all diesen Einflüssen gegenüber unempfindlich sein?